Rad und Wandern auf Kreta

In der Präfektur von Lassithi sind Wanderwege aus den Tiefen der Vergangenheit zu finden, die kombiniert mit der viel versprechenden Natur, den besonderen Charme der Landschaft unterstreichen. Die 20 Ausflugsvorschläge erwarten Sie, um von Ihnen entdeckt zu werden. Das Einzige das Sie noch benötigen sind ein Paar geeignete Schuhe, ein Hut, ein kleiner Rucksack mit der notwendigen Flasche Wasser, Sonnenbrille und natürlich ein Photoapparat.

1. Wandertour (12 km) Limnes - Dories - Karydi - Skinias

Bei Limnes - im Schatten des Hügels, auf dem das ehemals mächtige Drirsos (8. - 1. Jh. v. Chr.) blühte - oder neben den Windmühlen von Nikithiano, liegt der Ausgangspunkt einer interessanten Route. Eine Route, die in der Gegenwart beginnt und uns Schritt für Schritt in die nahe und die weiter entfernte Vergangenheit bringt. Die religiösen Monumente (Klöster), die traditionelle Architektur, die traditionellen Beschäftigungen, die volkstümlichen Sitten, all dies spiegelt sich in der Landschaft und in der Lebensweise der heutigen Bewohner wieder. Unsere Wanderung wird begleitet vom Wohlgeruch des Salbei und des gelben Aspalath, der versucht, die letzten Spuren des heute kaum noch benutzten Eselpfades zu überwuchern.

Limnes oder Nikithiano - Keramos - Agios Antonios - Syrmeso - Dories - Karydi - M. Aretiou - Chontrovolaki - Skinias: Siedlung und Dörfer, Klöster und Klostergüter. In der Gegend liegen mehr als 50 Klöster mit den dazugehörigen Nebengebäuden. Manche von ihnen sind noch heute als monumentale architektonische Einheiten vorhanden - es handelt sich dabei um die alten Klostergüter von Apano Merambelo, die sich zu Dörfern entwickelt haben. Diese Gegend - die nordöstliche Ecke Kretas - hat ihre eigene Bodenbeschaffenheit und Erscheinung. Das Landschaftsbild wird beherrscht von Trockensteinbauten, angefangen von den Begrenzungszäunen der Felder, über die gepflasterten Wege, die Zisternen, die Dreschplätze, bis hin zu den Terrassen, die das rote Erdreich vor dem Absacken bewahren. Kalk und zerriebene Dachziegel im Gemäuer saugen das zum Halt der Bauwerke notwendige Regenwasser auf. Einen wasserlose, steinige und trotzdem schöne Gegend, wo in früheren Jahren der Lebensunterhalt durch den Ackerbau von Trauben, Mandeln, Oliven, Getreide, Hülsenfrüchten, die Bienenzucht und die Molkerei schwer verdient wurde. Wertvolle Destillate dieser Gegend sind das vom Salz des kretischen Meeres und des Schweißes durchdrungene Öl, die Milch und der Honig. Heimische Produkte der wasserlosen roten Erde sind die Mandeln, die Speiseoliven, die Grütze und das Brot. Die einzigen Nahrungsmittel von Wert, sind mit einer Salzkruste überzogen. Die mageren Körper und die roten Wangen der Einheimischen zehrten während der schweren Zeiten von diesen Produkten und verdanken ihnen ihre Existenz. Es sind die gleichen Männergestallten und die Kopftuch tragenden Frauen in goldüberzogenen Tälern, die wir gemalt und gerahmt auf den Bildern in byzantinischen Kirchen sehen. Man sagt, diese wasserlose Gegend besäße ein intensiveres Leben, ihre Schönheit sei unkompliziert und leicht zugänglich, damit man die schönen Augenblicke genießen kann und wenigstens für eine kurze Zeit das verlorene Glück findet. Von Skinias aus ist es nicht mehr weit bis zum Meer und den Fischertavernen (in Vlychada oder Gyalo), zögern Sie nicht, all das zu genießen.

2. Radtour (31 km) Neapoli - Milatos - Selinari - Neapoli

Unsere Radtour beginnt in Neapoli, das im Gebiet von Karies erbaut wurde, dem Heimatort von Papst Alexander V. (Kloster Agios Antonios - Fraro), dem Sitz der Metropole Petra und Hersonissos und von 1868 - 1904 Hauptstadt der Prefäktur Lassithi. Vor Voulismeni - unter der Brücke der Nationalstraße - führt die Asphaltstraße nach Latsida. Ungefähr in der Dorfmitte geht es rechts den Weg hinunter, und am Ortsausgang biegen wir links ab und kommen an den Eingang einer interessanten Schlucht, die in Milatos endet. Wenn wir dem Weg folgen, kommen wir nach Agorous und vom nächsten Dorf an (Kounali) führt uns ein abschüssiger Weg zur Höhle von Milatos, von wo wir einen Blick auf das Kretische Meer haben. Die Höhle von Milatos ist einer der wichtigsten Marksteine der neueren Geschichte (1823), ein Ort der Selbstopferung der einheimischen Bevölkerung. Nach unserem Besuch in der Höhle geht es stetig weiter nach unten und bald befinden wir uns in den Olivenhainen von Milatos und dem touristischen Strand. Die minoische Siedlung im Westen, die geometrische im Osten und die Dorfstraßen mit ihren traditionellen Gebäuden bestätigen, dass hier von früh an Menschen gelebt haben und demonstrieren den Lebensstandart der heutigen Bewohner. Wir fahren südwestlich auf der ansteigenden Straße und kurz darauf sehen wir unter uns das bewachsene Tal mit den beiden Dörfern Sissi, das Alte, das sich im Grün der Olivenbäume wiegt und das Neue, das vom kretischen Meer umspült wird. Hier steht die touristische Entwicklung in hoher Blüte, man findet ein paar gut organisierte Hotelanlagen, wo der Bade- und Kongresstourismus vorbildlich mit der Natur harmonieren.

Wir verlassen den Strand, und indem wir südlich bergaufwärts fahren, erreichen wir die alte Nationalstraße, wo wir links zur Schlucht von Selinario abbiegen. Dort befindet sich das gleichnamige Kloster, das dem heiligen Georg (Agios Georgios) gewidmet ist. Um die überhängenden Felsen über unseren Köpfen kreisen oft Adlergeier. Nach einem besuch in dem friedlichen Kloster führen uns die aufeinander folgenden Kurven der alten Straße - rechts von der neuen Nationalstraße - in das Dorf Vrachasi. Über dem Dorf erhebt sich der Anavlochos und beherrscht die gesamte Gegend, wie es allen minoischen Gipfelheiligtümer eigen war. Versäumen Sie nicht, an der Platane im Dorfzentrum, die traditionelle kretische Küche und ihre Leckerbissen zu kosten. Es lohnt sich, einen Spaziergang durch die ansteigenden Gässchen des Dorfes zu machen und die alten Kirchen zu besuchen. Einen Kilometer östlich von Vrachasi haben wir den schönsten Panoramablick auf das Tal von Merambelo. Indem wir stetig bergab fahren, erreichen wir wieder Latsida, Voulismeni und Neapoli, von wo wir gestartet sind. Falls Sie sich am Nachmittag des 2. Sonntags im Mai hier befinden, müssen Sie auf jeden Fall die Kirche "Panagia Vigliotisa" oberhalb von Voulismeni besuchen, wo der Muttertag gefeiert wird.

3. Autotour (62 km) Agios Nikolaos - Limnes - Skinias - Elounda - Agios Nikolaos

Von Agios Nikolaos aus (über die neue oder über die alte Nationalstraße) ist unsere erste Station das Dorf Limnes mit den traditionellen Berufszweigen, den Kafenions und den Ziegeldächern. Von Nikithiano aus fahren wir auf die Hochebene von Fournis und lassen das antike Driro mit dem Agios Antonios Viglatoras auf dem Gipfel links liegen. Nach Fourni folgen wir der Straßenabzweigung nach links. Nachdem wir die Dörfer Syrmeso, Dories, Karydi und das Kloster Aretiou hinter uns gelassen haben, sehen wir vor uns das Kretische Meer. Nachdem wir den abfallenden Wegabschnitt bewältigt haben, verläuft die Asphaltstraße in östlicher Richtung nach und nach parallel zum Strand.

Danach kommen Agaliano, Valtos, Skinias, Louma, Selles, Vrouchas, eine von Schluchten durchzogene Landschaft. Das gut durchgebackene Brot aus dem Steinofen ist ein Grund dort anzuhalten, vor allem, wenn es gerade frisch aus dem Ofen kommt. Mit Vrouchas im Rücken erscheint, in die Bucht von Merambelo hineingetaucht, Spinalonga - "der große Dorn" - die Pfeilspitze, vor der langgezogenen Kolokytha. Danach kommt das Dorf Plaka, für den Besucher die "Schwelle" zu der einstmals heldenhaften und leidensgeplackten Steininsel, die heute touristisch und kulturell ausgebeutet wird. Das paradiesische schöne, durch die langgezogene Kolokytha geschützte Elounda, ist touristisch hoch entwickelt. Wenn wir nach Lenika (Hellenika) hinauffahren, können wir das Panorama von Agios Nikolaos bewundern, das "Venedig von Kreta", von wo aus der Touristenansturm auf die Insel begonnen hat.

4. Auto- & Wandertour (27 km) Agios Nikolaos - Limnes - Fourni - Agios Nikolaos

Ein interessanter Halbtags-Ausflug ist der zum reizvollen Bergdorf Kritsa, das zwischen Oliven- und Mandelgärten liegt. Hier werden Webarbeiten Weniger als 15 km von Agios Nikolaos aus entfernt liegt das Dorf Limnes, von wo aus unsere Wanderung in eine besonders schöne Gegend beginnt. Neben der Nationalstraße, rechts auf dem Berghang aus Kalkstein, liegt ein schöner steingepflasterter Wanderweg. Wir wandeln inmitten des trunkenmachenden Aromas des Salbeis und des Oreganums, die sich mit der spärlichen Erde dieser Steingegend zufrieden geben. Wenn sich die Sonnenstrahlen über der "Macha" ergießen, um das tauüberzogene Limnes zu erwärmen, wird es Ihnen (vor Ergriffenheit) schwer fallen zu atmen. Die Wanderung auf dem ebenen Weg nach Trivaxona ist eine göttliche Freude.

Auf dem Gipfel im Westen liegt Driros. Fourni, im Osten, inmitten der Hochebene, hat vorbildlich seinen traditionellen architektonischen Charakter erhalten und demonstriert auf diese Weise sein Kultur- und Bildungsniveau. Es lohnt sich, einen Spaziergang durch die geschlängelten Gässchen zu machen, die vor den historischen Kirchen mit ihrer einzigartigen byzantinischen Architektur breiter werden. Ein Besuch im Volkskundemuseum und im alten Bischofssitz wird Sie ebenso bereichern, wie der Kontakt mit der einfachen Bevölkerung. Wir gehen südlich von Fourni über dem steingepflasterten Weg hinab, der fast über seine gesamte Länge bis nach Agios Ioannis (Lousesto) von Trockensteinmauern gesäumt ist. Der höchste Punkt des Hügels gibt uns im Süden einen Blick auf das durch die umliegenden Erhebungen isolierte Gebiet Agia Pelagia. Die wenigen Bewohner von Agios Ioannis warten auf unsere Gesellschaft, um mit uns einen Kaffee zu trinken und ein wenig zu plaudern.

Etwas tiefer, man meint, versteckt am tiefsten Punkt, erstreckt sich Agia Pelagia, wo man im Kafenion jederzeit bereit ist, uns einen Raki zusammen mit dem obligatorischen Happen auszugeben. Unsere Wanderrichtung orientiert sich jetzt nach Westen. Wir lassen die Kirche des Agios Loukas und die in einer Reihe nach Norden und Süden ausgerichteten Windmühlen links liegen und die Ikone des Heiligen Ioannis, dem Theologen, rechts vor dem Dorf Limnes. Besonders die Ikone mit der Abbildung des Heiligen Ioannis hat wie viele andere Heiligenbilder eine große sentimentale Bedeutung. Die asphaltierte Straße, parallel zur Nationalstraße, führt uns unter einer kleinen Brücke hindurch zu unserer verdienten Mahlzeit in den malerischen Gässchen von Limnes, wo man nach wie vor traditionellen Berufen nachgeht. Indem wir unsere morgendliche Route in entgegengesetzter Richtung fahren, kehren wir nach Agios Nikolaos zurück.

5. Wandertour (13 km) Agios Nikolaos - Kostandinos - Aveliako - Agios Nikolaos

Nach einem kurzen Besuch des Klosters Kroustallenia in dem Dorf Agios Konstantinos verlassen Sie die Asphaltstraße und folgen dem Feldweg, der Sie zur Kapelle Agia Pelagia neben dem See führt. Folgen Sie dem alten Pfad mit seinen vielen Windungen, bis Sie den höchsten Punkt erreichen, von wo aus Sie einen Panaoramablick auf die Lassithi-Hochebene im Westen haben. Im Osten zeichnet sich auf dem Berghang die Fortsetzung des Pfades ab, der zum Heiligen Kreuz (Timios Stavros) führt. Neben der weißen Kapelle können Sie von oben in die Schlucht "Chavga" blicken, die sich wie eine tiefe Kerbe dahinzieht: im Nordwesten mit einem weißem Bett, während sie im Osten durch senkrechte Felsen begrenzt wird, die in dem unbegehbaren "Neraidokolymbo" enden.

Wir befinden uns auf der Südseite der Hochebene Katharo, rechts erheben sich die größten Gipfel des Dikti-Gebirges (Spathi 2.148 m und Lazaros 2.085 m), das sich langsam nach Osten hin verflacht. Der Weg über die Südseite führt uns nach Sgouro Prino, wo Sie in dem kleinen Kafenion zusammen mit den Bauern und Viehzüchtern einen Kaffe oder ein Erfrischungsgetränk zu sich nehmen können. Von hier aus wandern Sie links über die kleine Brücke, durch Gärten und Weinberge, bis Sie nach Aveliako kommen. Hier finden Sie Tavernen, wo Sie essen können. Hier ist die asphaltierte Straße von Kritsa (16 km) zu Ende. Wir gehen jetzt ein Stück zurück nach Westen und kommen auf unserem Weg an der Kirche "Panagia Koprakiani" vorbei. Ein kurzes Stück danach neigt sich der Weg nach rechts - nach Norden in Richtung zur "Grube des Kadis" (Kadi to Lakko) - und wenn Sie den Spuren des Pfades folgen, kommen Sie nach Mesa Lassithaki oder Mesa Lassithi und zum Kloster Kroustallenia, von wo aus Sie gestartet sind.

6. Radtour (42 km) Agios Nikolaos - Kalo Chorio - Kroustas - Agios Nikolaos

Fahren Sie morgens von Agios Nikolaos in Richtung Kalo Chorio los. Von hier aus nehmen Sie die Landstraße, die nach Prina führt. Die Route ist sehr interessant. Tannenbewachsene Landschaft mit Höhlen und Kapellen werden Sie auf dem ganzen Weg begleiten. Nach einer Rast in einem traditionellen Kafenion, empfehlen wir Ihnen einen kurzen Spaziergang durch die engen Gässchen von Prina, um einen Eindruck von der Architektur und den religiösen Monumenten zu erhalten und mit der Bevölkerung des kleinen Dorfes in Kontakt kommen. Der Feldweg in Richtung Norden durch den Tannenwald mit Kolonien von Bienenstöcken, Weinbergen und Mandelbäumen führt Sie in das Dorf Krousta. Es befindet sich in einer Höhenlage von 500 m, die Landschaft ist karg und gleichmäßig genutzt.

Der Blick auf die Bucht von Merambelo ist eindrucksvoll. Die Tavernen bieten traditionell kretische Speisen an, und es wäre ein Versäumnis, wenn Sie die nicht kosten würden. Folgen Sie für eine kurze Zeit, ca 2 km, dem gleichen Weg, der Sie hierher gebracht hat (nach Krousta von Prina aus) und biegen links in den Weg zu der byzantinischen Kirche am Ortspunkt "Lakkou", die dem Heiligen Ioannis gewidmet ist. Nach dem Heiligen Ioannis fahren Sie hinunter zum Bachbett des "Kalo Potamo"- auf der Höhe der dem Heiligen Nikolaos gewidmeten Kirche. Wenn Sie dem Weg parallel zum Fluss folgen, erreichen Sie nach kurzer Zeit die Siedlung Pyrgos mit den großen Quellen. Einen Kilometer weiter treffen Sie links auf die Nationalstraße und kehren auf ihr nach Agios Nikolaos zurück.

7. Autotour (106 km) Agios Nikolaos - Agios Georgios - Agios Nikolaos

Lassen Sie den Strand von Agios Nikolaos hinter sich, durchqueren Sie die Ebene von Lakonia und fahren Sie die Landstraße hinauf, wobei Sie Amygdaloi, Zenia und die im Grünen versteckten Dörfer Exo und Mesa Potamoi durchfahren. Linker Hand erhebt sich der Berg Tsivi (1.664 m) und unten im Bett des Kießbaches liegt das Dorf Adrianos mit der gleichnamigen Schlucht etwas weiter östlich. Der Weg führt bergaufwärts, und sobald Sie eine Höhenlage von 1.300 m erreichen, sehen Sie im Südwesten die berühmte Lassithi-Hochebene vor sich. Seine 17 Dörfer, die Klöster Kroustallenia und Vidiani, das Diktaio Andro, das nachminoische Karfi, der Avchenas von Ambelo mit seinen Windmühlen (zum Mahlen des Weizens), Nysimo und Limnakaro und das historische Volkskundemuseum in Agios Georgios gehören zu den Sehenswürdigkeiten des größten Hochplateaus Kretas.

Machen Sie Ihre Rundfahrt auf der Hochebene, vorzugsweise im Uhrzeigersinn (von Kroustallenia nach Tzermiades). Wenn Sie nach Agios Nikolaos zurückkehren, haben Sie reichlich Erinnerungen und unvergessliche Eindrücke der kretischen Berggegend gesammelt. Der Kontakt mit der Natur, mit der Flora und der Fauna, den folkloristischen Gegenständen, dem traditionellen Tagewerk und den Anpflanzungen erinnern an einen Kinofilm, der bei jedem Schritt vor Ihnen abläuft.

8. Auto- & Wandertour (36 km) Agios Nikolaos - Kritsa - Agios Nikolaos

Nachdem Sie sich mit der notwendigen Aursrüstung versorgt haben (Benzin, Bergsteigerrucksack, leichte Kleidung, geeignetes Schuhwerk), fahren Sie von Agios Nikolaos aus zur der Kirche Panagia Kera (7 km, kurz vor Kritsa). Nachdem Sie die Kirche besucht haben, eine der bedeutendsten byzantinischen Monumente Kretas, setzen Sie Ihren Weg fort zum größten Dorf der Insel, Kritsa. Nehmen Sie die Asphaltstraße nach Katharo und lassen Sie nach ca. 10 Minuten das Auto an der Weggabelung nach Tapes stehen. Schultern Sie den Rucksack und folgen Sie westlich dem Feldweg zum Zedernwald an den südlichen Ausläufern des Tsivis.

Der obere Abschnitt der Kritsotiko-Schlucht ist bis zu einer bestimmten Höhenlage vom Wald gesäumt. Etwas später ändert sich der Baumbestand und wird zum Mischwald. Man findet Zedern, Steckeichen, Ahorn und Eichen. Im Wald verlaufen viele Pfade. Manche von ihnen wurden im Altertum als Verbindungswege zwischen den tiefer gelegenen Gegenden und den Hochoplateaus Katharo und Lassithi genutzt. Sobald Sie auf der Höhe des zedernbestandenen Hangs (Sykia Plagia) mit seinem Panoramablick nach Osten angekommen sind, wenden Sie sich nach links (südlich) um den steingepflasterten Weg zu erreichen. Der steingepflasterte Weg verläuft nach Osten hin fast parallel (in wechselndem Abstand) zu der Asphaltstraße und führt Sie zu der Stelle, an der Sie das Auto stehen haben und Ihre Wanderung begannen. Auf dieser Tour kann der Besucher beide Seiten der Umwelt beobachten: den unberührten Wald und den Reisig - und die Ausbeutung der Natur durch die übermäßige Schafzucht. Der Zedernwald, durch den Sie gerade gewandert sind, ist das letzte Überbleibsel der riesigen Zedernhaine, die in der Antike ganz Ostkreta bedeckten.

9. Wandertour (12 km) Males - Christos - Selakano - Agios Nikolaos

Sie können mit dem Auto von Agios Nikolaos, von Myrtos und von Kalo Chorio aus nach Malles kommen. Dieses Dorf liegt an den südlichen Ausläufern des Berges Dikti (2.148 m) und wurde an der Stelle erbaut, wo früher das antike Malla lag. Wenn Sie von Mythoi kommen, folgen Sie dem Feldweg, der kurz vor dem Dorf links nach Methokotsana abzweigt. Das Landschaftsbild der hauptsächlich von Fichten, Weinbergen und Gemüseanpflanzungen beherrscht. Unterwegs kommen Sie an steingemauerten Hütten von Bauern und Viehzüchtern vorbei, die sich harmonisch in die Natur einpassen. Leider wird diese Harmonie an einigen Stellen durch das Hinzukommen von "modernen" Bauten aus Beton gestört.

Gehen Sie an der Abzweigung des Weges, der von dem Dorf Christos kommt, nach links, und Sie erreichen nach kurzer Zeit ein traditionelles Kafenion mit angeschlossener Taverne, wo Sie rasten und sich stärken können. Von hier aus folgen Sie dem befestigten und gut begehbaren Pfad nach Südwesten, Richtung Neraidogoula, und biegen nach und nach östlich durch das besterhaltene Waldstück von Selakanos Richtung Metaxochori ab. Der Verlauf dieses Pfades ist dort, wo er sich mit Waldwegen und dem Flussbett nach Metaxochori kreuzt, etwas verwirrend, aber Sie haben keine Probleme, wenn Sie genau auf die Markierung achten. Nicht weit von Metaxochori liegt Christos, wo es ein traditionelles Kafenion gibt. Bevor wir Malles erreichen, kommen wir an der von Platanen beschatteten Agia Paraskevi an einer Taverne vorbei, neben der eine erfrischende Quelle fließt. In Malles finden Sie bedeutende religiöse Monumente, wie z.B. die Kirchen der Heiligen Jungfrau oder "Mesochoritisa", des Erzengels Michael und des heiligen Charalambos.

10. Radtour (50 km) Ierapetra - Anatoli - Males - Mirtos - Ierapetra

Nachdem Sie ein gutes Frühstück zu sich genommen haben, fahren Sie westlich von Ierapetra nach Gra Lygia. Bis zu dem Punkt, wo Sie die Hauptstraße verlassen und rechts nach Kalogerous abbiegen, brauchen Sie den Gang Ihres Fahrrads nicht zu wechseln. Fahren Sie zu dem Dorf Anatoli hinauf, von wo aus Sie einen herrlichen Panoramablick auf die Ebene von Ierapetra und auf die im Libyschen Golf schwimmende Insel Chryssi haben. Etwas weiter westlich beginnt langsam der Wald von Selakanos. Kurz bevor Sie Malles erreichen, führt eine kleine Abzweigung links zum Kloster Exakoustis. Von diesem Punkt aus fahren Sie bergab und folgen hinter Malles der Wegführung nach links und lassen die alte, verlassene Siedlung Agios Georgios rechts liegen.

Vor dem Dorf Mythoi, rechts vor dem Bachbett, beginnt die Sarakina-Schlucht. Nach einem kleinen Anstieg fahren Sie nach Myrtos hinunter, wo Sie im Meer schwimmen gehen können. Die nach Osten führende Asphaltstraße - immer am Strand entlang - bringt uns an unseren Ausgangspunkt Ierapetra zurück. Auf dieser Route die voller Sehenswürdigkeiten steckt, müssen Sie natürlich an verschiedenen Stellen, wie z.B. an Kafenions, in den engen Gässchen, bei den Dorfkirchen, in der Sarakina-Schlucht oder an der archäologischen Stätte "Fouriou Korfi" eine Rast einlegen, um das Erlebnis zu vervollständigen.

11. Autotour (50 km) Ierapetra - Kalamafka - Meseleri - Ierapetra

Diese Fahrt beginnt bei der "Braut des Libyschen Golfs" - der einzigen Großstadt im Süden Kretas: Ierapetra. Verlassen Sie Ierapetra, indem Sie die nach Westen führende Straße nehmen. Folgen Sie der Straße zum Staudamm Bramianon, der von Sarakina, Kalamavka und Malavra gespeist wird, nach rechts. Danach kommt Kalamavka, erbaut auf Felsen, auf deren Kuppen weiße Kapellen thronen. Es handelt sich um eins der größeren Dörfer der Gegend, inmitten grüner Vegetation und fließender Quellen. Früher führte der Weg, der die Hochebene von Lassithi und Katharo mit Ierapetra verband, durch Kalamavka. Es heißt, es sei an dem Ort erbaut, an dem sich die antike Stadt Larissa befunden habe.

Durch die großen Quellen bedingt, über die das Dorf verfügt., wurden hier Jahrhunderte lang Wassermühlen betrieben, die teilweise noch erhalten sind und in notariellen Dokumenten der venzianischen Zeit erwähnt werden. Wenn man der Asphaltstraße weiter nach Osten folgt, kommt man nach Prina, Meselerous und von hier aus jetzt südlich nach Makrylia und Kentri. Unsere Route kann aufgrund der felsigen Erhebungen auch als Kletterpfad bezeichnet werden. In Kalamavka, Prina und Meselerous kann man sehenswürdige religiöse Monumente (Kirchen und Klöster) besichtigen. Ebenfalls erwähnenswert ist die interessante geologische Beschaffenheit und die Gebiete, in denen Fossilien gefunden wurden.

12. Auto- & Wandertour (50 km) Ierapetra - Mirtos - Metaxochori

Füllen Sie den Tank mit Benzin und den Rucksack mit der notwendigen Wanderausrüstung und fahren Sie von Ierapetra aus über Myrtos nach Mythoi. Das Dorf Mythoi liegt 20 km von der südlichsten Stadt Europas entfernt und 3,5 km rechts von der südlichen Straßenachse, die Sie 1,5 km nach Myrtos verlassen. Einen Kilometer nach Mythoi lassen Sie das Auto vor dem Bachbett stehen und beginnen von dort Ihre Wanderung. Links von Ihnen erstreckt sich eine kleine, jedoch gleichzeitig eine der schönsten von insgesamt 110 Schluchten, die Kreta durchziehen. Klare, fließende Gewässer und kleinen Wasserfälle im Sommer, ein seltenes Phänomen für den heißen Süden Kretas. Im Flussbett liegen verschieden große Steinbrocken, die die Wanderung durch enge Öffnungen und Felsenfenster interessant und abenteuerlich gestallten.

Über den Köpfen der Wanderer befindet sich eine gewundene Kluft, ein Phänomen, das durch das Zurückweichen der Steinwände der Schlucht entstanden ist. Ab und zu sieht man in Wasserabläufen wasserliebende Pflanzen und verschiedene Wassertiere, wie Krebse und Frösche. Die Schwalben segeln unter Ausnutzung der Luftströme durch die Schlucht und suchen sich ihr Futter, die Steinamsel sucht erschreckt das Weite. Sie klettern mit Hilfe von Leitern über die vom reißenden Wasser geglätteten Felsen, und etwas weiter oben durchschreiten Sie das leere Steinfenster, das durch zwei aneinanderlehnende Felsen gebildet wird. Wenn Sie den nördlichen Schluchtausgang verlassen, befinden Sie sich in einem gewöhnlichen Flussbett, das Sie kurz darauf verlassen, um links dem Feldweg zu folgen, der Sie nach Metaxochori führt (falls Sie den Weg abkürzen wollen, nehmen Sie den Weg rechts vom Flussbett, und Sie befinden sich in weniger als 30 Minuten bei Ihrem Auto).

Nach der notwendigen und verdienten Rast folgen Sie den fichtenbestandenen Weg weiter Richtung Süden, dann nach links und wandern nach Mythoi hinunter. Bevor Sie jedoch zu Ihrem Auto zurückkehren, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen, um den Einheimischen im Kafenion oder in der Taverne etwas Gesellschaft zu leisten.

13. Wandertour (10 km) Pressos - Sklavos - Lithines

Nach Praisos, der Wiege der letzten Eteokrites (nach Homer einer der fünf kretischen Urstämme), marschieren wir nach Agios Spyridonas, wo Sie im traditionellen Kafenion einen Kaffee oder Tee trinken können. Wenn wir in Richtung Süden weitergehen, kommen wir durch Sklavous, das vermutlich von Nikoforos Fokas kolonisiert wurde. Die Tour geht weiter nach Papagiannades, von wo aus es allmählich bergab nach Lithines geht. Falls Sie noch etwas weiter wandern wollen (ca. 1:30 Stunden), gehen Sie von Papagiannades aus nach Andromylous, einen wasserreichen Ort, mit Gärten, Platanen, Steinhäusern, Wassermühlen und der mit Ikonen ausgemahlten Kirche der Heiligen Apostel (Agios Apostoloi).

Hinter Andromylous führt Sie ein ansteigender Weg links nach Lithines. Es handelt sich um ein vorbildlich angelegtes Dorf, in dem die byzantinische Kirche "Panagia ton Lithinon" steht, die das Gebiet kulturell aufwertet, und die Großartigkeit der byzantinischen Ikonenmalereien anhand der kretischen Schule demonstriert. Von hier aus können Sie mit den Überlandbussen nach Sitia, Makry Gyalo, Ierapetra oder Agios Nikolaos fahren. Das Gebiet, in dem diese Wanderung stattfindet, ist in den Monaten März - Mai der ideale Ausflugsort für botanisch interessierte Besucher. Im August und September kann man der Traubenernte beiwohnen, und im Dezember und Januar findet parallel zu den religiösen Festen wie Weihnachten, Neujahr und Theophania (Heilige Drei Könige) die Olivenernte statt.

14. Radtour (18 km) Ziros - Katsidoni - Sithnos - Ziros

Unser Radausflug beginnt vom Hochplateau Ziros, das sich in einer Höhenlage von ca. 600 m über dem Meer befindet. Für botanische Beobachtungen eignet sich dieses Gebiet vor allem im Frühjahr. Die Route nach Chandras (westlich) ist ideal in den Morgenstunden, wo wir die Sonne im Rücken haben. Ein schmaler, von Weinbergen bestandener Landstreifen, deutet den Verlauf der Asphaltstraße an. Sobald wir nach Chandras kommen, folgen wir rechts dem Ende der Asphaltstraße, kurz danach nehmen wir wieder rechts den Feldweg nach Kateliona (ein kleiner Umweg - ca. 200 m von unserer Route entfernt - führt uns nach Voila, das von großem architektonischem Interesse ist). Wenn wir die gleiche Richtung beibehalten, kommen wir durch das vor den Nordwestwinden geschützte Sitano.

Es besteht die Ansicht, die Einwohner des antiken Itanos seien nach der Vernichtung ihrer Stadt an diesen Ort gezogen. Unsere Route verläuft links nach Westen, und schon nach kurzer Zeit geht es bergab nach Katsidoni (hier finden Sie ein traditionelles Kafenion). Vor dem Dorf bringt Sie ein Feldweg zur Linken, durch Olivenhaine hindurch auf die Asphaltstraße, die links nach Chandras und Ziros führt, von wo aus Sie gestartet sind. Im Süden, nahe bei Ziros, gibt es kleine Dörfer und Siedlungen, die "unberührt von der modernen Zivilisation sind". Noch etwas weiter südlich findet man schöne Strände am Libyschen Golf, wie zum Beispiel den Xerokampos und das landschaftlich sehr schöne "Koufonissi". Aus botanischer Sicht ist das Gebiet um das Kloster Kapsa mit der gleichnamigen Schlucht zu empfehlen, wie auch der Goudouras, wo verschiedene Pflanzen anzutreffen sind, die nur hier gedeihen.

15. Autotour (45 km) Sitia - Agios Georgios - Etia - Episkopi

Nach dem Frühstück in Sitia folgen Sie der südlichen Straßenachse nach Piskokefalo - Episkopi - Papagiannades, von wo aus Sie auf das Hochplateau Armenochandrades fahren. Wir empfehlen Ihnen dringend, eine Station bei dem berühmten Herrenhaus bei Mezzo einzulegen. Im Osten liegt Armenoi inmitten der Weinberge, nur einen Steinwurf von Chandras entfernt. Das mittelalterliche Voila kontrolliert von seinem begünstigten Standpunkt aus eine riesige landwirtschaftliche Anbaufläche. Folgen Sie der Asphaltstraße in nordwestlicher Richtung - nach Chandras halten Sie sich links - bis Sie nach Nea Praisos kommen.

In dieser Gegend befindet sich die Schwalbenhöhle (Spilia ton Chelidonion) und der alte Steinbruch am Ortspunkt "Kiona". Weiter unten, vor Agios Spyridonas (wo ein traditionelles Kafenion auf Sie wartet), finden Sie unten im Bachbett die "Mühle des Fygetou" (tou Fygetou o Mylos), eine Wassermühle aus dem Jahr 1471. Die ansteigende Asphaltstraße führt nach Agios Georgios (Tourtouloi). Wenn Sie rechts abbiegen, kommen Sie wieder in das sonnenüberflutete Sitia. Abgesehen von Ihrem persönlichen Programm sollten Sie außer dem vorgeschlagenen Besuch in Etia und Voila auch eine Stippvisite in dem Kloster Agia Sofia und in den Kafenions von Armenoi und Chandras einplanen. Die traditionellen Beschäftigungen sind der Olivenanbau, der Weinbau, der für den Haushalt notwendige Gemüseanbau und die Viehzucht.

16. Auto- & Wandertour (39 km) Sitia - Stavromenos - Kato Dris

Wir fahren mit den ersten Sonnenstrahlen von Sitia los und lassen den minoischen Palast von Petras auf den nahegelegenen Anhöhen östlich liegen, und kommen etwas später an dem neusteinzeitlichen Friedhof in Agia Fotia vorbei. Nach Sitia erreichen wir Pisokefalo, wo das Herrenhaus der Familie Kornaros steht, vermutlich der Geburtsort des Dichters des "Erotokritos". Die Abzweigung links vor Pisokefalo bringt Sie, wenn Sie senkrecht durch das Bachbett fahren, an das minoische Herrenhaus "Zou". Wenn Sie von Stavromenos dem senkrechten Schnitt der Straße nach oben folgen, erreichen Sie einen Ort, an dem Sie Meeresfossilien besichtigen können. Die Serpentinen bis nach Kato Dri, dem Ausgangspunkt Ihrer Wanderung, nehmen der Steigung ihre Schärfe. Wenn Sie dem alten Weg folgen, erreichen Sie über eine ruhige Landschaft das einstmal blühende Katsidoni.

Nach der obligatorischen Rast im Kafenion, wo Sie wieder zu Kräften kommen und einen Einblick in das Leben der Dorfbewohner bekommen, nehmen Sie den bergab führenden, asphaltierten Weg nach Sandali. Machen Sie einen Abstecher an die klare Quelle unter der Platane, und leisten Sie den älteren Jahrgängen, die in ihren Höfen sitzen und sich ausruhen, eine Zeitlang Gesellschaft. Der Rest des Weges nach Pano und Kato Dri, wo Sie ihr Auto abgestellt haben, ist leicht abschüssig. Der friedliche Wanderpfad ist, wie man aus den existierenden Spuren, den Gebäuden und dem minoischen Gipfelheiligtum in Prinias schließen kann, seit der Antike ein Verbindungsweg. Die Wanderung auf der Asphaltstraße nach Katsidoni ist aufgrund des geringen Fahrzeugaufkommens nicht unangenehm.

17. Wandertour (13 km) Kato Chorio - Agios Ioannis - Kato Chorio

Sowohl von Ierapetra wie Agios Nikolaos aus, können wir leicht nach Kato Chorio/Ierapetra gelangen, das an der Nationalstraße liegt, die die beiden Städte der Präfektur Lassithi und das kretische Meer mit dem Libyschen Golf verbindet. Sobald wir in Kato Chorio ankommen, lassen wir unser Fahrzeug stehen, schnallen den Rucksack mit der notwendigen Ausrüstung auf den Rücken und nehmen unsere Wanderung Richtung Osten auf. Gehen Sie rechts von Papadiana bergaufwärts und verlassen Sie nach kurzer Zeit den Feldweg und folgen dem Steingepflasterten Weg zur Rechten: Bevor die Steigung zu Ende ist, treffen Sie wieder auf den Feldweg, den Sie weiter unten verlassen haben, der in Serpentinen nach dem etwas weiter im Osten gelegenen Agios Ioannis führt (die Abzweigung links nach Norden führt nach Thrypti und Monastiraki). Von dem höchsten Punkt aus, den Sie kurz darauf erreichen, haben Sie einen Blick auf den Busen von Merambelo rechts, auf Ierapetra mit dem Olivenhain linker Hand und auf die Bergkette des Dikti im Westen.

Wenn Sie in Richtung Westen in Höhe der Kirche des Propheten Ilias wandern, sehen Sie das Dorf Agios Ioannis. Wandern Sie hinunter bis zu den ersten Häusern, wo eine klare Quelle auf sie wartet, an der Sie sich erfrischen können. Das malerische Dorf liegt wie ein Amphitheater über dem Libyschen Golf. Im Dorfzentrum versorgt ein sehr gut organisiertes Kafenion sowohl die Einheimischen, wie auch die von der Strandzone heraufkommende Touristen. Vom Kafenion aus gehen Sie östlich, nach dem Dorfausgang folgen Sie dem Pfad linker Hand nach Thrypti. Falls Sie sich die restliche Tour berauf sparen wollen, gehen Sie auf dem gleichen Weg zurück, den Sie gekommen sind. Der Boden ist nach Norden hin ansteigend, aber die Route macht Spaß, besonders wenn im Frühjahr die seltenen Blumen blühen und sich die Orchideen hinter den Büschen verstecken. Kurz nachdem der Pfad eben wird, folgen Sie links dem Feldweg, der von Thrypti nach Kato Chorio führt, um so den zauberhaften Spaziergang in einmaliger schöner Landschaft abzuschließen. Rechter Hand wird der Fichtenwald durch die berühmte Schlucht von "Cha" begrenzt, die eine Tiefe von bis zu 700 Metern erreicht.

18. Radtour (28 km) Ierapetra - Kato Chorio - Monastiraki - Episkopi

Die Strecke von Ierapetra nach Kato Chorio dürfte keine Schwierigkeit für Sie darstellen. Nach den engen Gässchen von Kato Chorio folgen Sie dem Feldweg, der rechts von Papadiana aus bergwärts verläuft. Biegen Sie links auf den Weg Monastiraki ab. Im Norden haben Sie einen Blick auf das kretische Meer und die "Pachia Ammos", den Berghang hinter Monastiraki, die Schlucht von "Cha" (mit Wassermühlen an ihrem Ausgang) und die geometrische Siedlung Chalasmenou. Im Süden liegt Vasiliki und die "namenlose" archäologische Stätte.

Wenn Sie von Monastiraki aus der Straße folgen, durch die auch der Europfad E4 führt, kommen Sie nach Vasiliki (in beiden Dörfern gibt es eine Traditionelle Taverne, ein Kafenion und einen Brunnen mit fließendem kaltem Wasser). Wenn Sie den gleichen Weg zurück bis zur Nationalstraße in Richtung Ierapetra radeln, kommen Sie durch Episkopi, von wo aus sich die Asphaltstraße zum Libyschen Golf und der Stadt hinneigt, von der aus Sie losgefahren sind.

19. Autotour (53 km) Ierapetra - Koutsounari - Stavrochori - Ierapetra

Diese Autotour hat die Besonderheit, dass sie über die gesamte Länge am Strand mit Blick auf den Libyschen Golf entlang führt. Der Ausgangspunkt ist in Ierapetra und die Route verläuft östlich nach Peristeras und Koutsounari. Hier verlassen Sie den Strand und biegen links nach Agios Ioannis ab. Das Dorf ist in der Art eines Amphitheaters angelegt und hat einen unbegrenzten Blick auf das Meer. Der Bach, der durch das mit Olivenbäumen bepflanzte Tal zum Meer abfließt, bildet an einigen Stellen kleine jedoch eindrucksvolle Wasserfälle. Generell gibt es in dieser Gegend viele Quellen. Der nächste Anlaufpunkt ist Schinokapsala. Dieser Teil der Tour führt durch eine fichtenbestandene Landschaft mit malerischen Kapellen und einladenden Rastplätzen.

Oreino erwartet uns im Bachbett hinter dem höchsten Gipfel von Thrypti, dem "Afenti Estavromeno". In Stavrochori, Agios Stefanos und Pefkoi herrscht ungefähr das gleiche Landschaftsbild vor: Olivenhaine wechseln sich mit Fichtenwald ab. Sie werden auf Ihrem Weg an vielen Stellen alte Wassermühlen in den Bachbetten sehen, die an den Wechsel der Zeiten ermahnen und uns gleichzeitig Hinweise auf die frühere Architektur geben. Ihre Route ändert jetzt ihre Richtung und führt Sie parallel zur Pefkon-Schlucht, die an dem eindrucksvollen Strand "Analypsi und Marky Gialo" endet. Der touristische Aufstieg der Gegend ist deutlich an den existierenden Hotelanlagen zu erkennen.

Von dem malerischen Hafen laufen täglich Boote zum wunderschönen Koufonissi aus. Auf Ihrem Rückweg in Richtung Westen kommen Sie an ruhige und heiße Strände mit dem in dieser Gegend vorherrschenden Kiessand. Sie durchfahren Koutsoura, Mavro Kolymbo, Achlia, Agia Fotia und nach Ferma befinden Sie sich wieder auf der morgendlichen Route. Der Ausflug endet vor dem Hintergrund des geschäftigen Ierapetras und den südöstlichen Ausläufern der Lassithiotischen Berge.

20. Auto- & Wandertour (53 km) Ierapetra - Monastiraki - Thrypti

Mit dem Auto sind wir schnell in Monastiraki, das sich in der Nähe von "Pachia Ammos" östlich der Nationalstraße an einem Berghang befindet. Die kleine traditionelle Siedlung ist der ideale Ausgangspunkt für Naturwanderungen in die Berge von Thrypti. Nehmen Sie den Feldweg südlich der Siedlung und biegen Sie bald danach links auf den schmalen Wanderweg ein. Der Weg führt in nordöstlicher Richtung, diagonal über den Berghang und läuft zum Fichtenwald hoch, der an die Schlucht von "Cha" grenzt. Sobald Sie sich innerhalb des Waldes befinden, kommen Sie an Gießbächen vorbei, die sich in die große Schlucht von "Cha" zu Ihrer Linken ergießen.

In diesem, teilweise noch unberührten Gebiet, gibt es zahlreiche Singvögeln bis hin zu Raubvögeln. Der landwirtschaftliche Fahrweg rechter Hand, parallel zu Ihnen, ist der einzige Faktor, der diese paradiesischen Ort strört. Im Nordosten erscheinen am Rand des Fichtenwaldes auf dem mit Weinbergen bestandenen Bergsattel die ersten Häuser von Thrypti. Ein Ort, der im Winter von wilder Schönheit ist, im Frühjahr von Blumen übersäht, im Sommer und im Herbst geht es wegen der vielen Besucher und bedingt durch das Schnapsbrennen etwas lauter zu. Der Raki rötet die Gesichter der Vorbeikommenden, lässt die Venen anschwellen und schafft gute Laune.

Nach dieser kleinen Unterbrechung geht es weiter Richtung Nordwesten, zur Waldhütte auf den Gipfel des Berges, von wo aus man die Bucht von Merambelo, die "Pachia Ammos", Vasiliki, Kavousi und Pseira von der Vogelperspektive aus betrachten kann. Kehren Sie auf dem gleichen Weg zurück und steigen Sie mit der gebotenen Vorsicht und den notwendigen Pausen den Pfad wieder nach unten. Monastiraki erwartet Sie friedlich und voller Gastfreundschaft.

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